mallorca-news

Gas in Spanien: Wohnblocks drohen 12.149,34 Euro Schulden

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für Eigentümergemeinschaften in Spanien kann die Gasrechnung zur Schuld werden, die sie über Jahre abtragen müssen. Der spanische Dachverband der Immobilienverwalter forderte am Donnerstag, 5. November, in Madrid mehr Wahlfreiheit bei der Zahlung aufgeschobener Gaskosten. Es geht um Gemeinschaften mit dem regulierten Gastarif TUR.

Bloque de pisos en Zaragoza
Europa Press

Niedrigerer Gaspreis, spätere Rechnung

Der Tarif soll Preissprünge beim Gas abfedern. Nach Angaben des Verbands verschwindet ein erheblicher Teil der Kosten dadurch aber nicht: Die Gemeinschaften zahlen ihn später und müssen möglicherweise auch Zinsen tragen.

Die Verwalter schlagen zwei Wege vor. Gemeinschaften sollen die Kosten ohne Aufschub begleichen können, auch wenn sie das im Winter stärker belastet. Oder sie zahlen in den Monaten mit hohem Heizbedarf zunächst weniger und gleichen die entstandene Schuld von Mai bis Oktober vollständig aus.

Was das für 80 Wohnungen bedeuten kann

Nach einer Schätzung des Verbands könnte der aufgeschobene Betrag im Schnitt 12.149,34 Euro erreichen. Die Rechnung enthält geschätzte 21 Prozent Mehrwertsteuer, aber keine Finanzierungskosten. Würde eine Gemeinschaft diesen Betrag von Mai bis Oktober begleichen, wären das ungefähr 2.024,90 Euro monatlich über sechs Monate. Bei 80 Wohnungen entspräche das etwa 25,31 Euro pro Monat und Wohnung.

Der Verband will den regulierten Tarif nicht abschaffen. Eigentümergemeinschaften sollen vorab erkennen können, welche Belastung die jeweilige Zahlungsweise mit sich bringt – statt offene Beträge von einer Heizperiode in die nächste mitzunehmen.

Themen: Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Mehr erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung