Spanien will Gas-Tarif deckeln: Höchstens 15 Prozent mehr
Für Haushalte in Spanien könnte Gas ab Oktober deutlich teurer werden: Ohne Eingriff würde der regulierte Tarif um mehr als 45 Prozent steigen, sagt Energieministerin Sara Aagesen. Die Regierung will den Anstieg deshalb auf 15 Prozent begrenzen. Auch für eine Butanflasche soll eine Preisgrenze gelten. Das Kabinett will die Maßnahmen am Dienstag, 29. September, beschließen.
Butanflasche soll höchstens 19,55 Euro kosten
Der Preis für eine Butanflasche soll 19,55 Euro nicht überschreiten. Beide Grenzen sind Teil eines neuen Maßnahmenpakets gegen die Folgen der Krise im Nahen Osten. Aagesen begründet den Schritt mit schwankenden Energiepreisen und dem Schutz der Verbraucher vor dem kommenden Winter.
Wer den begrenzten Gas-Tarif nutzen kann
Die Grenze betrifft die Tarifa de Último Recurso (TUR), den regulierten Gastarif. Ihn können Verbraucher nutzen, deren Anschluss an ein Erdgasnetz mit höchstens vier bar Druck liegt und deren Jahresverbrauch höchstens 50.000 Kilowattstunden beträgt. Auch Eigentümergemeinschaften und Energiedienstleister, die sie versorgen, können den Tarif nutzen.
Die nächste Überprüfung des Tarifs steht am 1. Oktober an. Spanien hatte bereits während der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs Grenzen für den Gas-Tarif und den Preis der Butanflasche eingeführt.
Themen: Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com