Gastronomieunternehmer in Palma festgenommen
Die Nationalpolizei hat am 21. August in Palma auf Mallorca einen Gastronomieunternehmer festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Beschäftigte mit Arbeitstagen von bis zu zwölf Stunden und einem Monatslohn von knapp 1.000 Euro ausgebeutet zu haben.
Die Ermittler der Provinzbrigade für Ausländer- und Grenzangelegenheiten hatten nach Angaben der Obersten Polizeidirektion der Balearen bereits im vergangenen Sommer bei einer Routinekontrolle einen Mitarbeiter ohne regulären Aufenthaltsstatus festgestellt. Die Arbeits- und Sozialversicherungsinspektion verhängte gegen den Unternehmer daraufhin eine Geldbuße von 10.000 Euro.
Weitere Beschäftigte ohne regulären Status
In diesem Sommer stellten die Beamten nach eigenen Angaben fest, dass zwei weitere Personen ohne regulären Status im selben Restaurant arbeiteten. Eine weitere Person soll in einem erst vor Kurzem eröffneten Betrieb des Unternehmers beschäftigt gewesen sein.
Die Arbeitsbedingungen sollen zudem von den vertraglichen Vorgaben abgewichen sein und gegen Vorschriften zu Arbeitszeiten, Ruhetagen, Urlaub und Entlohnung verstoßen haben. Die Beschäftigten erklärten, sie hätten teilweise auch nachts gearbeitet und hätten, wenn möglich, einen freien Tag pro Woche gehabt.
Ermittlungen wegen Verstoßes gegen Arbeitnehmerrechte
Nach Angaben der Beschäftigten hätten sie nie Urlaub erhalten. Den Lohn von knapp 1.000 Euro hätten sie akzeptiert, um zum Einkommen ihrer Familien in ihren Herkunftsländern beizutragen.
Der Unternehmer wurde als mutmaßlicher Täter eines Delikts gegen die Rechte von Arbeitnehmern festgenommen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com