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Balearen: Gedenkverbände verlassen Erinnerungsgremien

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die Gedenkverbände auf den Balearen kehren zwei Kommissionen den Rücken. Memòria de Mallorca, das Forùm per la Memòria d'Eivissa i Formentera und Memòries de Menorca beschlossen den Rückzug nach einer Sitzung am Donnerstag, dem 22. Oktober. Sie werfen der Regierung der Balearen vor, sie nicht wirksam zu beteiligen und teils außerhalb des geltenden Rechtsrahmens zu handeln.

Archivo - Decenas de personas se concentran para pedir la dimisión del presidente del Parlament, Gabriel Le Senne, durante un pleno extraordinario en el Parlament balear, a 20 de junio de 2024, en Palma de Mallorca, Mallorca, Baleares (España).
Europa Press

Betroffen sind die Kommission für Gräber und Verschwundene sowie die Kommission für demokratisches Gedenken und Anerkennung. Nach Darstellung der Verbände setzt die Regierung Maßnahmen häufig um, bevor die Gremien sie prüfen können. Ihre Vorschläge blieben dann ohne Erklärung unbeachtet.

Streit um Pläne und Denkmäler

Die Verbände kritisieren, dass die Regierung Pläne für Gräber ohne ihre Beteiligung ausarbeite und sie über Schritte zur Aufhebung des Gesetzes zum demokratischen Gedenken nicht informiere. Auch auf Fragen und Vorschläge erhielten sie keine Antwort. Als weiteres Beispiel nennen sie ihren Vorschlag für Denkmäler in Palma auf Mallorca: Diese sollen an mehr als 2.000 Opfer erzwungenen Verschwindenlassens und mehr als 6.000 Tote durch Bombardierungen erinnern. Die Regierung habe den Vorschlag ignoriert.

Rückkehr bleibt möglich

Memòria-de-Mallorca-Präsidentin Maria Antònia Oliver verweist zudem auf die Abschaffung der Generaldirektion für demokratisches Gedenken und der Anlaufstelle für Opfer des Franco-Regimes und ihre Familien. Der Rückzug sei kein endgültiger Abschied, erklären die Verbände. Sie wollen wieder mitarbeiten, wenn sich die Arbeitsweise der Kommissionen tatsächlich ändert und diese ihre ursprünglichen Aufgaben zurückerhalten.

Themen: Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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