4.000 Lehrer: UGT fordert in Palma 800 Euro Nachzahlung
Rund 4.000 Lehrkräfte an konzertierten Schulen auf den Balearen warten auf Geld aus einer Gehaltskürzung von 2020. Die Gewerkschaft UGT will deshalb am Dienstag, 29. September, vor der Bildungsbehörde in Palma auf Mallorca protestieren. Nach Angaben der Gewerkschaft geht es im Schnitt um etwa 800 Euro pro Beschäftigtem.
UGT fordert von der Balearen-Regierung, eine Kürzung von zwei Prozent auszuzahlen. Die Lehrkräfte müssten zu denselben Bedingungen bezahlt werden wie Kolleginnen und Kollegen an öffentlichen Schulen, argumentiert die Gewerkschaft.
UGT wirft der Verwaltung „bösen Willen“ vor
Die Gewerkschaftsvertreter Jaume Coll und Azahar Tortonda betonen, sie verlangten keine Gehaltserhöhung, sondern die Einhaltung einer Vereinbarung mit dem Bildungsministerium. Coll wirft der Verwaltung vor, zwei Vereinbarungen unterschrieben zu haben und die Zahlung nun mit einer Auslegung des Dokuments abzulehnen.
Betroffen seien Lehrkräfte an regulären konzertierten Schulen und an Förderschulen. UGT spricht von einer offenen Forderung von durchschnittlich rund 800 Euro je Person.
Zweite offene Gehaltsforderung
Eine erste Vereinbarung wurde im November 2025 unterschrieben und sollte die Rückzahlung der Zwei-Prozent-Kürzung regeln. Im April 2026 folgte laut UGT eine zweite Vereinbarung, die die Zahlungsfristen auf das dritte Quartal dieses Jahres vorziehen sollte.
Die Gewerkschaft fürchtet nun auch Verzögerungen bei weiteren offenen Beträgen. Dabei geht es um die verbleibenden 35 Prozent einer Schuld aus den Jahren 2021 bis 2024, die nach Darstellung von UGT mit staatlichen Gehaltserhöhungen von 2,9 Prozent zusammenhängt.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com