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Balearen: STEI rechnet 100 Euro Lohnverlust vor

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf den Gehaltsabrechnungen betroffener Lehrkräfte auf den Balearen stehen laut der Gewerkschaft STEI fünf Stunden Arbeitszeitverkürzung pro Woche – obwohl sie tatsächlich nur vier Stunden weniger arbeiten. STEI wirft dem Bildungsministerium der Balearen am 26. Oktober deshalb unberechtigte Lohnkürzungen bei Lehrkräften mit einer Arbeitszeitverkürzung zur Kinderbetreuung vor. Das Ministerium spricht von einzelnen Fällen statt von einem allgemeinen Problem.

Archivo - El conseller de Educación y Universidades, Antoni Vera, en rueda de prensa posterior al Consell de Govern.
Europa Press

Eine Stunde Unterschied beim Gehalt

Nach Angaben des STEI verkürzt sich die Arbeitszeit der betroffenen Lehrkräfte um eine Stunde täglich ohne Unterricht. Das macht vier Stunden pro Woche. Beim Gehalt werde jedoch ein Abzug für fünf Stunden berechnet.

Für Lehrkräfte mit einem Kind über drei Jahren beziffert die Gewerkschaft den Unterschied auf drei Prozent des Gehalts: Statt 88 Prozent erhielten sie 85 Prozent. Am Beispiel einer Lehrerin mit zwei sechsjährigen Dienstaltersstufen rechnet STEI einen Verlust von 100 Euro brutto im Monat und 1.210 Euro im Jahr vor. Hinzu komme ein Abzug von drei Prozent bei den Sonderzahlungen.

Ministerium prüft die Abrechnungen

Das Bildungsministerium bestätigt Fehler bei der Gehaltsberechnung in einzelnen Fällen, widerspricht aber dem Vorwurf eines allgemeinen Problems. Es spricht dabei von Lehrkräften mit einer genehmigten Verkürzung um täglich eine Unterrichtsstunde. In manchen Schulen lasse sich aus organisatorischen Gründen nur eine tatsächliche Verkürzung um vier statt fünf Stunden pro Woche umsetzen.

In einigen dieser Fälle habe die Abrechnung dennoch fünf Stunden zugrunde gelegt. Das Ministerium prüft nun die Daten in seinem Verwaltungssystem GestIB und bei den beteiligten Stellen. Danach will es klären, wie viele Fälle betroffen sind und ob es die Abrechnungen von sich aus korrigieren kann.

Themen: Arbeitsmarkt

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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