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Balearen: Fast zwei von fünf kommen schwer über die Runden

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für fast zwei von fünf Menschen auf den Balearen ist es schwierig, mit ihrem Geld bis zum Monatsende auszukommen. Das sind 37,8 Prozent der Bevölkerung, wie ein am Donnerstag, 15. Oktober, veröffentlichter Bericht von EAPN-ES zeigt. Die Zahlen beziehen sich auf 2025 und gelten für die gesamten Balearen, nicht gesondert für Mallorca.

Archivo - Una voluntaria de la ONG Mensajeros de la Paz entrega comida a personas necesitadas
Europa Press

Wohnen belastet besonders stark

Menschen mit Armutsrisiko geben auf den Balearen 41,2 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aus. In der gesamten Bevölkerung der Inselgruppe sind es 16,4 Prozent. EAPN-ES bezeichnet die Wohnkosten deshalb als wichtigen Faktor für finanzielle Not.

Neun Prozent der Bevölkerung haben Miete oder Hypothek verspätet bezahlt. Bei Rechnungen für Strom oder Gas waren 10,3 Prozent im Rückstand. Zudem konnten 12,8 Prozent ihre Wohnung im Winter nicht auf einer angemessenen Temperatur halten.

Weniger Menschen gefährdet, Armut steigt leicht

Rund 190.000 Menschen auf den Balearen waren 2025 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Ihr Anteil lag bei 15,2 Prozent und damit einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. Bei Kindern erreichte dieser Anteil 23 Prozent.

Die Armutsquote stieg dagegen um 0,3 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent. Das entspricht etwa 145.000 Menschen. Der Bericht weist außerdem auf eine Lücke bei staatlicher Hilfe hin: 67,2 Prozent der Haushalte auf den Balearen, die möglicherweise Anspruch auf das spanische Mindesteinkommen haben, erhalten es nicht. EAPN-ES fordert unter anderem mehr sozialen Mietwohnraum und eine stärkere Unterstützung für Familien.

Themen: Wohnen & Immobilien · Soziales · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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