Madrid: Mieterinnen planen Generalstreik im November
In Madrid planen Mieterinnen für November einen Generalstreik für das Recht auf Wohnen. Das kündigte Alicia del Río, Sprecherin des Sindicato de Inquilinas de Madrid, am 5. Oktober an. Einen festen Termin gibt es noch nicht.
Gewerkschaften sollen sich anschließen
Die Organisation spricht nach Angaben von del Río mit Gewerkschaftsverbänden über den Streik. Auch Gruppen, die sich für Gesundheit, Renten, Bildung und Löhne einsetzen, sollen mitmachen.
Die Mieterinnen fordern unter anderem unbefristete Mietverträge, drastisch niedrigere Mieten und die Enteignung sogenannter Geierfonds. Del Río hält den Generalstreik für den einzigen Weg, diese Forderungen durchzusetzen – unabhängig davon, wer regiert.
Protestcamp in Madrid bleibt
Das Protestcamp am Sol in Madrid hat bislang ebenfalls kein Enddatum. Es soll nach del Ríos Worten weiter als Ort dienen, an dem sich die Wohnungsbewegung organisiert. Über seine Fortsetzung entscheidet die Versammlung des Camps.
Del Río äußerte sich wenige Stunden, nachdem Ministerpräsident Pedro Sánchez die Auflösung des Parlaments und vorgezogene Wahlen für den 29. November angekündigt hatte. Im Wahlkampf sollen die Parteien aus Sicht der Mieterinnen-Gewerkschaft konkret sagen, welche Maßnahmen gegen die Wohnungsnot sie unterstützen.
Themen: Wohnen & Immobilien
Quelle: Europa Press / Mallorca.com