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Spanien: Generalstreik für Wohnraum und höhere Löhne

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Am 11. November soll in Spanien ein Generalstreik für bezahlbaren Wohnraum und höhere Löhne stattfinden. Die Gewerkschaften CCOO und UGT erklärten am Dienstag in Madrid, warum sie den Protest unterstützen: Wer zu wenig verdient, hat es auch bei der Wohnungssuche schwer. Ihre Vorsitzenden Unai Sordo und Pepe Álvarez wollen den Wohnungsprotesten mit dem Streik einen arbeitsrechtlichen Rahmen geben und weitere Gruppen für die Mobilisierung gewinnen.

El secretario general de UGT, Pepe Álvarez, y el de CCOO, Unai Sordo, durante la rueda de prensa por la huelga del 11N.
Europa Press

Mehr Lohn allein reicht den Gewerkschaften nicht

Sordo fordert Lohnerhöhungen von 4 bis 7 Prozent. Den gesetzlichen Mindestlohn wollen die Gewerkschaften um mindestens 7 Prozent auf mehr als 1.300 Euro in 14 Zahlungen anheben. Doch Sordo warnt: Höhere Löhne allein können die gestiegenen Wohnkosten nicht ausgleichen.

Er schlägt vor, über ein Jahrzehnt Mittel im Umfang von 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu mobilisieren. So soll ein Bestand von 1,5 Millionen bezahlbaren Wohnungen entstehen – durch Neubauten und die Nutzung leer stehender Wohnungen. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt will Sordo zudem Ferienwohnungen begrenzen.

Räumung löste Proteste aus

Álvarez nennt den Fall Maricarmen Abascal als einen Auslöser des Streiks. Die Madriderin wurde am 23. September aus ihrer Mietwohnung geräumt, in der sie mehr als 70 Jahre gelebt hatte. Die Räumung führte zu Protesten und Protestlagern in ganz Spanien. Kurz vor der Ankündigung des Streiks wurde ihr Tod bekannt.

Die Gewerkschaften richten ihre Forderungen an Arbeitgeber sowie an Kommunen, Regionen und die Zentralregierung. Sordo will das Thema Wohnen auch über den aktuellen politischen Zyklus hinaus im öffentlichen Gespräch halten.

Themen: Streiks · Wohnen & Immobilien

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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