Spanien: Generalstreik wegen Wohnungsnot am 11. November
Am 11. November wollen die Gewerkschaften UGT und CCOO in Spanien für 24 Stunden zum Generalstreik aufrufen. Sie fordern höhere Löhne und einen besseren Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Den Termin bestätigte UGT-Chef Pepe Álvarez am Mittwoch im spanischen Fernsehen.
Noch steht das Bündnis nicht vollständig: Am Mittwochnachmittag wollen die Gewerkschaften die Vereinbarung mit dem Sindicato de Inquilinas und weiteren Organisationen abschließen. Auch die Confederación de Sindicatos de Inquilinas wollte den 11. November als Streiktag vorschlagen.
Streit um Wohnraum und Löhne
CCOO und UGT hatten den 24-stündigen Generalstreik am Montag angekündigt. Zuvor hatte das spanische Parlament zwei Verordnungen zum Wohnen abgelehnt. Die Regierung beschloss am Dienstag geänderte Fassungen erneut.
Álvarez sagt, steigende Wohnkosten zehrten vereinbarte Lohnerhöhungen auf. Unternehmen fänden in besonders angespannten Wohnungsregionen teils keine Beschäftigten, weil diese sich dort mit ihren Löhnen keine Wohnung leisten könnten.
Arbeitgeber stellen den Streik infrage
Der Arbeitgeberverband CEOE kritisiert den Aufruf als politisch motiviert. Sein Präsident Antonio Garamendi hält den Generalstreik möglicherweise für rechtswidrig. Álvarez widerspricht: Der Streik sei „absolut verfassungsgemäß“. Die Gewerkschaft CSIF hat bereits erklärt, dass sie sich nicht beteiligen will.
Themen: Wohnen & Immobilien
Quelle: Europa Press / Mallorca.com