Ibiza nutzt nur 2,6 Prozent des gereinigten Wassers
Auf Ibiza bleibt gereinigtes Wasser weitgehend ungenutzt: 2025 verwendete die Insel nur rund 2,6 Prozent davon erneut, vor allem zur Bewässerung. Das zeigt der am 27. Oktober 2026 vorgestellte Nachhaltigkeitsbericht von Ibiza & Formentera Preservation.
Kläranlagen reinigen deutlich mehr Wasser
Bei der Abwasserreinigung machte Ibiza Fortschritte. Die Menge an Wasser, die keine angemessene Reinigung erhielt, sank gegenüber 2024 von 3,93 Millionen auf 680.000 Kubikmeter. Das entspricht einem Rückgang um etwa 83 Prozent. Als einen wichtigen Grund nennt der Bericht die neue Kläranlage in Sa Coma auf Ibiza.
Die erneute Nutzung hält damit nicht Schritt. Mariano Juan, im Inselrat für Raumordnung zuständig, sieht darin die nächste Aufgabe. Dafür müssten unter anderem weniger Meerwasser in die Abwassernetze eindringen und die Wasserinfrastruktur verbessert werden.
Auch im Leitungsnetz bleiben Lücken
Von dem Wasser, das 2025 in die kommunalen Versorgungsnetze gelangte, tauchten 24,6 Prozent nicht als Verbrauch auf. In dieser Differenz stecken sowohl Lecks als auch nicht erfasster Verbrauch. Sie ist deshalb nicht mit dem reinen Wasserverlust gleichzusetzen.
Nimmt man die nicht erfasste Menge als Maßstab, liegt der Inseldurchschnitt knapp unter der derzeitigen Grenze von 25 Prozent im balearischen Wasserwirtschaftsplan. Sant Josep und Santa Eulària auf Ibiza liegen darüber. Das Ziel von 17 Prozent für 2027 unterschreitet bislang nur Sant Joan auf Ibiza.
Zugleich stammten 2025 rund 78,13 Prozent des Wassers in den kommunalen Netzen aus Entsalzungsanlagen. Deren Betrieb benötigt viel Energie. Der Bericht hält außerdem fest, dass die Grundwasservorkommen trotz der stärkeren Versorgung mit entsalztem Wasser keine deutliche Verbesserung zeigen.
Themen: Umwelt · Sant Llorenç des Cardassar
Quelle: Europa Press / Mallorca.com