Studie in Palma: Gewalt trifft LTBI+-Frauen lebenslang
Gewalt begleitet LTBI+-Frauen laut einer am Donnerstag, 5. November, in Palma auf Mallorca vorgestellten Studie durch ihr ganzes Leben. Ben Amics, der spanische LGBTI+-Verband Felgtbi+ und ein Forschungsteam der Universität Complutense Madrid haben die Untersuchung erarbeitet. Nach Angaben der Beteiligten ist es die erste Studie in Spanien zu dieser Form von Gewalt.
Gewalt in drei Bereichen
Die Forschenden beschreiben keine vereinzelten Übergriffe, sondern eine Kette von Aggressionen, die sich in verschiedenen Lebensphasen verändert. Dabei greifen Frauenfeindlichkeit, Feindseligkeit gegenüber LTBI+-Frauen und weitere Formen von Hass ineinander.
Die Studie unterscheidet drei Bereiche: Im persönlichen Umfeld dient Gewalt demnach als Mittel zur Kontrolle und Bestrafung. Im gemeinschaftlichen Umfeld verdrängt sie Betroffene aus sicheren Räumen. Im institutionellen Bereich nennen die Forschenden die medizinische Pathologisierung und politische Maßnahmen, die aus ihrer Sicht strukturelle Straflosigkeit aufrechterhalten.
Studie soll Schweigen brechen
Ben Amics will mit der Untersuchung sichtbar machen, welche Gewalt LTBI+-Frauen erleben. Zugleich halten die Forschenden fest, dass Betroffene eigene, oft gemeinschaftliche Wege finden, um sich dagegen zu wehren.
Themen: Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com