Mallorcas Bahn: Gomila fordert Geld nach Puentes Rücktritt
Für Bahnprojekte auf Mallorca fordert Carme Gomila mehr Geld vom spanischen Staat. Die Spitzenkandidatin von Ara Més-Front Ampli äußerte sich am Mittwoch, 4. November, nach dem Rücktritt des spanischen Verkehrsministers Óscar Puente. Sie verlangt Investitionen in die Bahnprojekte für Llevant, Alcúdia und Llucmajor auf Mallorca sowie in die Straßenbahn an der Bucht von Palma.
Mehr Geld für Mallorcas Bahn
Gomila fordert den Staat auf, die Bahnvereinbarung für die Balearen zu konkretisieren. Ihre Koalition will außerdem mehr öffentliche Kontrolle über die Bahn und eine dezentrale Verwaltung: Zuständigkeiten und Mittel sollen an die autonomen Gemeinschaften gehen.
Unfälle sollen vollständig untersucht werden
Ara Més-Front Ampli bezeichnet Puentes Rücktritt als notwendig. Die Koalition verlangt, die Bahnunfälle in Urda, Adamuz und Gelida vollständig zu untersuchen. Gomila fordert, dabei die gesamte Verantwortungskette einschließlich des Infrastrukturbetreibers Adif zu prüfen. Einen Beschäftigten schon vor der Klärung der Fakten verantwortlich zu machen, lehnt sie ab.
PP und PSOE wirft Gomila vor, einen auf Madrid ausgerichteten Bahnverkehr gefördert und die Instandhaltung des herkömmlichen Netzes sowie der Nahverkehrszüge vernachlässigt zu haben. Ihre Koalition schlägt eine Untersuchungskommission, eine unabhängige Prüfung und einen mehrjährigen Plan für Sicherheit und Instandhaltung vor.
Gomila äußerte sich auch zur US-Politik. Den von ihr angeführten Verlust republikanischer Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus nannte sie einen Rückschlag für Donald Trump und ein Zeichen der Hoffnung mit Blick auf die spanische Parlamentswahl am 29. November.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com