mallorca-news

28 Menschen in sa Ràpita: Campos fordert Grenzschutz

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

28 Menschen kamen am Mittwoch in sa Ràpita auf Mallorca an. Der Gemeinderat von Campos fordert nun mehr Grenzschutz. Auch Andratx hat eine entsprechende Resolution verabschiedet und unterstützt damit zugleich Ceuta.

Archivo - Agentes del Servicio Marítimo de la Guardia Civil.
Europa Press

Die von der Partido Popular eingebrachten Anträge verlangen von der spanischen Regierung dauerhaft wirksame Kontrollen an den Grenzen. Polizei und Guardia Civil sollen dafür mehr Personal, Material und technische Mittel erhalten.

Plan für die Seegrenze der Balearen

Beide Gemeinden verlangen einen eigenen Plan für die maritime Grenze der Balearen. Dieser soll mit der Regionalregierung und den Inselräten abgestimmt werden und mehr Personal sowie See-, Luft- und Technikmittel vorsehen.

Der Plan soll außerdem die Überwachung und Prävention irregulärer Migrationsrouten stärken. Zusätzliche Ressourcen sollen gegen Netzwerke des Menschenschmuggels eingesetzt werden.

Streit in den Gemeinderäten

Nach Angaben der Partido Popular stimmten die Vertretungen von MÉS in beiden Orten gegen die Anträge. In Andratx lehnte auch die Sozialistische Partei der Balearen die Initiative ab, in Campos stimmte zudem Endavant Campos dagegen.

Andratx' Bürgermeisterin Estefanía Gonzalvo kritisierte, PSIB und MÉS wollten keine Verantwortung von der Zentralregierung verlangen. Campos' Bürgermeisterin Francisca Porquer verwies auf die 28 Menschen, die am Mittwoch in sa Ràpita ankamen.

Die Resolutionen fordern zudem mehr Einsatz der Europäischen Union beim Schutz der Außengrenzen. Bei unbegleiteten ausländischen Minderjährigen verlangen sie eine korrekte Identifizierung, die Altersfeststellung und – wenn möglich und gesetzlich vorgesehen – eine Familienzusammenführung.

Mehr zum Thema: Verkehrslage auf Mallorca

Themen: Polizei · Migration · Verkehr · Politik · Campos · Andratx

Quelle: Europa Press / Mallorca.com