Grippe und Corona: Gewerkschaft fordert mehr Personal
Längere Arbeitstage und spätere Arzttermine: Das will die spanische Gewerkschaft Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) während der Grippe- und Corona-Impfungen verhindern. Am 16. Oktober 2026 fordert sie vom Gesundheitsministerium und den autonomen Gemeinschaften dringend mehr Personal. Grund sind die Impfkampagne und der saisonale Anstieg von Atemwegserkrankungen.
CSIF verlangt zusätzliche Kräfte eigens für die Impfungen gegen Grippe und COVID-19. Ausfälle sollen die Einrichtungen durch Vertretungen auffangen, besonders in der Grundversorgung und der Pflege. Die Forderung umfasst auch ärztliches, technisches und Verwaltungspersonal sowie weitere Beschäftigte in den Gesundheitszentren.
Eine allgemeine Überlastung des spanischen Gesundheitssystems lasse sich aus den aktuellen Daten noch nicht ableiten, betont die Gewerkschaft. Sie drängt dennoch darauf, sich vorzubereiten, bevor im Herbst mehrere Atemwegserkrankungen gleichzeitig für mehr Patienten sorgen. Die Impfkampagne dürfe nicht zu Überstunden, zusätzlichen Aufgaben oder Verzögerungen bei Arztterminen führen. CSIF warnt außerdem vor Erschöpfung und Gesundheitsrisiken für Beschäftigte und fordert, Schutzmaßnahmen und Gefährdungsbeurteilungen an veränderte Arbeitsbedingungen anzupassen.
Themen: Arbeitsmarkt · Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com