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Grippe bei Kindern: 3 von 4 Klinikfällen ohne chronische Krankheit

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Drei von vier Kindern unter fünf Jahren, die in der Saison 2023–2024 wegen Grippe ins Krankenhaus kamen, hatten keine bekannte chronische Erkrankung. Darauf wies die Spanische Vereinigung für Impfungen am Donnerstag in Madrid in Spanien hin. Der Verband fordert, Kinder von 6 bis 59 Monaten und Schwangere häufiger gegen Grippe zu impfen.

Impfquoten bleiben unter den Zielen

In der vergangenen Saison ließen sich 61 Prozent der Schwangeren gegen Grippe impfen. Das spanische Gesundheitsministerium strebt 75 Prozent an. Die Impfung soll nach Angaben des Verbands sowohl die Schwangere schützen als auch dem Kind über übertragene Antikörper zugutekommen.

Für Kinder von 6 bis 59 Monaten steht die Grippeimpfung seit 2023 im gemeinsamen Impfkalender. Bei den Ein- bis Vierjährigen stieg die Impfquote in der Saison 2025–2026 von zuvor 45,5 auf 52,4 Prozent. Sie liegt damit weiter unter dem Ziel von 60 Prozent. Nach Angaben des Verbands kann die Impfung bei Kindern von 6 bis 59 Monaten das Risiko einer Krankenhauseinweisung um bis zu 77 Prozent senken.

Impfaufruf richtet sich auch an Ältere

Der Verband stellte in Madrid eine landesweite Kampagne vor, die auch für Impfungen gegen COVID-19 und Pneumokokken wirbt. Er ruft Menschen ab 60 Jahren und Risikogruppen zur Grippeimpfung auf, Menschen über 65 Jahren zur Pneumokokken-Impfung und Menschen über 70 Jahren zur COVID-19-Impfung.

Nach vorläufigen Schätzungen des Gesundheitsministeriums führte die Grippe in Spanien in der Saison 2025–2026 zu 46.000 Krankenhauseinweisungen, 2.000 Aufnahmen auf Intensivstationen und 3.400 Todesfällen. Die COVID-19-Erkrankung verursachte demnach 5.300 Krankenhauseinweisungen und 480 Todesfälle.

Themen: Gesundheit

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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