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Grippe-Impfung schützt vor schweren Komplikationen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Eine Grippe kann für Menschen mit erhöhtem Risiko im Krankenhaus oder sogar tödlich enden. Der Präsident der Spanischen Vereinigung für Vakzinologie, Jaime Jesús Pérez Martín, ruft deshalb vor dem Start der Impfkampagne zur Grippe-Impfung auf.

Meist dauere eine Grippe etwa eine Woche, einzelne Beschwerden könnten aber zwei Wochen oder länger anhalten, erklärte der Facharzt für Präventivmedizin. Bei höherem Alter, Vorerkrankungen oder in der Schwangerschaft steige das Risiko für schwere Komplikationen.

Tausende Klinikaufenthalte in Spanien

Die Grippe verursacht laut Pérez Martín jedes Jahr Tausende Krankenhausaufenthalte in Spanien – mehr als eine Hirnhautentzündung. Weil viele Menschen die Erkrankung bereits erlebt hätten, werde ihre Gefahr oft unterschätzt.

Die Impfung verhindere nicht jeden Fall. Sie schütze aber besonders vor schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt oder Tod, sagte der Experte. Der Schutz könne bei 50 Prozent liegen und sei nicht vollständig.

Schutz auch vor Lungenentzündung und Infarkt

Nach Angaben des Experten kann die Grippe-Impfung vor Komplikationen wie einer Lungenentzündung schützen. Bei Menschen mit Vorerkrankungen senke sie das Risiko für einen Herzinfarkt um bis zu 45 Prozent und schütze zudem vor einem Schlaganfall.

Für Spanien gibt es dazu keine vergleichbaren Schätzungen. In Großbritannien verhinderte die Grippe-Impfung in der Saison 2024-2025 laut Pérez Martín 100.000 Krankenhausaufenthalte.

Auch das Umfeld profitiere von Impfungen. Babys unter sechs Monaten hätten ein hohes Risiko für Klinikaufenthalte, könnten aber noch nicht selbst geimpft werden. Deshalb sei eine Impfung der Mutter während der Schwangerschaft laut Pérez Martín der einzige Weg, sie zu schützen.

Themen: Gesundheit

Quelle: Europa Press / Mallorca.com