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Maó: PP wirft Rathaus Bruch der Steuerzusage vor

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In Maó auf Menorca soll die Grundsteuer 2027 bei 0,65 Prozent bleiben statt wie zugesagt auf 0,64 Prozent zu sinken. Das wirft die oppositionelle Partido Popular (PP) der Stadtregierung vor. Am Dienstag, 27. Oktober 2026, kritisierte die örtliche PP-Vorsitzende Maribel Llufriu Bürgermeister Héctor Pons dafür scharf.

Streit um die zweite Steuersenkung

Im August 2025 hatte die PP nach eigenen Angaben mit ihrer Enthaltung den städtischen Finanzplan ermöglicht. Im Gegenzug habe die Stadtregierung zugesagt, die Grundsteuer in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zu senken. Der erste Schritt kam 2026: Der Satz sank von 0,66 auf 0,65 Prozent. Für 2027 sei die weitere Senkung auf 0,64 Prozent vereinbart gewesen, sagt Llufriu.

Die PP hält die Kosten einer Zulage für städtische Beschäftigte auf Menorca nicht für eine ausreichende Begründung, von der Zusage abzurücken. Sie wirft der Stadtregierung mangelnde Finanzplanung vor.

Zuschläge für leer stehende Wohnungen geplant

Gleichzeitig treibt die Stadtregierung laut PP eine Änderung der Steuerordnung voran: Für bestimmte leer stehende Wohnungen sollen Zuschläge gelten. Die Maßnahme sei mit Ara Maó vereinbart worden. Llufriu bezweifelt, dass höhere Abgaben Eigentümer dazu bewegen, ihre Wohnungen zu vermieten.

Nach Angaben der PP weisen städtische Berichte zudem auf aufwendige Verfahren für die Zuschläge hin. Dafür brauche das Rathaus Fachpersonal, über das es derzeit nicht verfüge. Ob die geplanten Zuschläge 2027 greifen können, stellt Llufriu deshalb infrage.

Themen: Wohnen & Immobilien · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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