Spanien: 218,5 Millionen Hausarzt-Konsultationen
In Spaniens Hausarztpraxen stehen für 2025 insgesamt 218,5 Millionen reguläre Konsultationen in der Statistik. 2007 waren es 63,6 Millionen. Die spanische Gesellschaft für Familien- und Gemeinschaftsmedizin (semFYC) stellte die Zahlen am Donnerstag, 5. November 2026, bei ihrem Kongress in Las Palmas de Gran Canaria vor und fordert, das öffentliche Gesundheitssystem an die alternde Bevölkerung anzupassen.
Mehr Konsultationen, nicht nur mehr Einwohner
Die Zahl der erfassten Konsultationen stieg zwischen 2007 und 2025 um 243,5 Prozent. Spaniens Bevölkerung wuchs im selben Zeitraum um 9,7 Prozent. Die Fachgesellschaft betont: Der Anstieg lässt sich nicht allein mit mehr Einwohnern erklären. Auch die Nutzung der Angebote, die Organisation der Versorgung und die Erfassung der Konsultationen spielen eine Rolle.
Die Präsidentin der semFYC, Remedios Martín, fordert eine Hausarztversorgung, die gesundheitliche Bedürfnisse früher erkennt und Menschen kontinuierlich begleitet, statt nur auf akute Probleme zu reagieren.
Was die Alterung für die Versorgung bedeutet
Nach dem im Bericht verwendeten Bevölkerungsszenario könnte die Zahl der Menschen ab 80 Jahren in Spanien zwischen 2025 und 2045 um 71,5 Prozent auf mehr als 5,1 Millionen steigen. Blieben die Konsultationsraten je Altersgruppe wie 2025, könnten auf diese Gruppe statt 30,5 Millionen künftig 52,6 Millionen reguläre Hausarzt-Konsultationen entfallen. Das ist eine Schätzung der semFYC, keine Prognose tatsächlicher Termine.
Die Fachgesellschaft fordert eine Versorgung, die Menschen mit komplexen gesundheitlichen Bedürfnissen besser erkennt und durchgehend betreut. Zudem will sie aktuelle, regelmäßig veröffentlichte Daten zu chronischen Erkrankungen, Einschränkungen im Alltag und gesunden Lebensjahren. Die bislang angeführten Befragungsdaten stammen aus dem Jahr 2020 und zeigen nicht die aktuelle Lage.
Themen: Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com