Mietwohnung mit Hund: Pacma will Tierverbote stoppen
Wer mit Hund oder Katze eine Mietwohnung sucht, soll nicht an einem pauschalen Tierverbot scheitern. Das fordert die Tierschutzpartei Pacma am Dienstag in Madrid. Sie will erreichen, dass die spanische Regierung entsprechende Regeln in ihr neues Wohnungsdekret aufnimmt.
Pacma fordert ein Recht, in dauerhaft gemieteten Wohnungen mit Haustieren zu leben. Mietverträge sollen Tiere nicht generell ausschließen dürfen. Mieter müssten weiterhin Rücksicht auf die Hausgemeinschaft nehmen und für tatsächlich verursachte Schäden aufkommen. Auch die öffentliche Wohnungspolitik und Notunterkünfte sollen Familien mit Tieren berücksichtigen, damit sie sich nicht trennen müssen.
Als Beleg für die schwierige Wohnungssuche verweist die Partei auf eine Studie des Immobilienportals Fotocasa: 2023 stand nur in 4 Prozent der Mietanzeigen ausdrücklich, dass Tiere erlaubt sind. Zugleich erklärten sich 58 Prozent der befragten Vermieter bereit, Haustiere zu akzeptieren.
Pacma verweist außerdem auf Zahlen der Fundación Affinity. Demnach lagen die Adoptionsquoten 2025 bei 42,9 Prozent für Hunde und 41,9 Prozent für Katzen – niedriger als im Vorjahr. Wohnungswechsel oder Umzüge nennt die Stiftung bei 11,9 Prozent der bekannten Fälle als Grund dafür, ein Tier abzugeben. Die Partei betont jedoch: Aus diesen Zahlen lässt sich nicht berechnen, ob Mietbeschränkungen den Rückgang der Adoptionen erklären.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com