Palma: Mehr Hilfe für Kinder nach sexueller Gewalt gefordert
Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlebt haben, sollen auf den Balearen besser betreut werden. Der Sozialausschuss des Parlaments hat am 5. November in Palma auf Mallorca einen entsprechenden Antrag der PP einstimmig angenommen. Die Abgeordneten fordern mehr Fachleute für die Betreuung der Betroffenen und für die Arbeit der Justiz.
Mehr Fachleute und Räume gefordert
Die Zentralregierung soll ausreichend Psychologen, Sozialarbeiter und rechtsmedizinische Fachleute für die Justiz bereitstellen. Besonders geht es um Fachkräfte, die Kinder und Jugendliche nach sexueller Gewalt befragen und ihre Situation beurteilen können. Auch auf Menorca, Eivissa und Formentera soll der Zugang zu diesen Fachleuten gesichert sein.
Der Antrag fordert zudem, das Barnahus-Modell auf den Balearen schrittweise einzuführen. Die Regionalregierung soll dafür geeignete Räume bereitstellen und die Einstellung eigenen Personals für die Einheit zur Behandlung sexuellen Kindesmissbrauchs (Utasi) beschleunigen. Die Zentralregierung soll Mittel bereitstellen, um zu verhindern, dass betroffene Kinder durch weitere Verfahren erneut belastet werden.
Ausschuss fordert auch einen Pflegeplan
Der Sozialausschuss nahm außerdem einen Antrag von Més per Menorca zur Pflege an. Vox stimmte gegen die meisten Punkte. Die Regionalregierung soll einen Plan für Pflege und Betreuung bis 2030 erarbeiten und Angehörige sowie andere nicht berufsmäßige Pflegepersonen mit Beratung, Fortbildung und Entlastungsangeboten unterstützen.
Der Ausschuss fordert außerdem eine Untersuchung des künftigen Personalbedarfs, aufgeschlüsselt nach Inseln. Die Zentralregierung soll ein umfassendes Gesetz für Pflege und Betreuung auf den Weg bringen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com