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Balearen: 3,6 Millionen Euro für ein Hirntumor-Gerät

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Patienten mit einem aggressiven Hirntumor sollen auf den Balearen künftig mit Elektroden auf der Kopfhaut behandelt werden können. Die Regionalregierung genehmigte am 9. Oktober die Anmietung des Geräts Optune Gio für Patienten mit Glioblastom. Der geschätzte Auftragswert liegt bei 3,6 Millionen Euro, erklärte Regierungssprecher Antoni Costa nach der Kabinettssitzung in Palma.

Elektroden auf der Kopfhaut

Das Gerät nutzt sogenannte TTFields: therapeutische elektrische Felder geringer Intensität, die über Elektroden auf der Kopfhaut auf das Gehirn wirken. Bei Patienten mit kürzlich diagnostiziertem Glioblastom soll die Behandlung die Vermehrung der Tumorzellen bremsen – nachdem sie eine Chemo- und Strahlentherapie abgeschlossen haben und die Krankheit nicht fortschreitet.

Die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse deuten laut Regierung darauf hin, dass die Therapie die Wirkung der Chemotherapie verstärken kann. Sie könnte helfen, die Krankheit besser zu kontrollieren und die Überlebenschancen zu erhöhen.

Auch Stents für Kliniken geplant

Daneben gab die Regionalregierung die Bearbeitung eines Rahmenvertrags für implantierbare Stents in den Kliniken des balearischen Gesundheitsdienstes frei. Der geschätzte Höchstwert beträgt 3,2 Millionen Euro. Die Stents kommen bei Erkrankungen des Verdauungstrakts sowie der Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwege zum Einsatz.

Sie sollen blockierte Strukturen offen halten oder wieder öffnen. Nach Angaben der Regierung lassen sich damit auch komplexe Fälle weniger invasiv behandeln, was die Erholung der Patienten beschleunigen kann.

Themen: Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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