Nur 15 von 400 Schulen: Plan gegen Hitze auf den Balearen
An nur 15 von 400 öffentlichen Bildungszentren auf den Balearen haben die Arbeiten zur Klimatisierung begonnen. Techniker fordern deshalb am Dienstag in Palma einen langfristigen Plan für die Schulen. Er soll über diese und die kommende Legislaturperiode hinausreichen.
Die Balearische Vereinigung für Energie-, Klima- und Kältetechnik Abtecir, die dem Unternehmerverband Pimem angehört, verlangt einen Konsens aller politischen Parteien. Die Aufgabe dauere deutlich länger als die vier Jahre einer Regierung, erklärte der Verband.
Nicht nur Gebäude sollen kühler werden
Nach Ansicht von Abtecir reicht es nicht, allein die Schulgebäude auszustatten. Auch die Außenbereiche müssten geplant werden. Als Beispiele nannten die Fachleute das Pflanzen von Bäumen und Pergolen, die die Temperatur in der Nähe der Gebäude senken können.
Der Verbandspräsident Pep Maria Rigo und Vorstandsmitglied Carlos Pérez verwiesen auf die aufeinanderfolgenden Hitzewellen im Sommer. Das Geschäft mit Installationen sei dadurch „etwas hektisch“ geworden. Arbeiten seien dabei auch von Menschen ausgeführt worden, die keine Fachleute seien.
Branche warnt vor Schnellentscheidungen
Mindesttemperaturen von teils rund 28 Grad hätten Müdigkeit verursacht, sagte Rigo. In dieser Verzweiflung würden drastische Entscheidungen getroffen, die nicht immer sicher oder wirtschaftlich seien. Jetzt, nachdem das Schlimmste vorbei sei, müsse mit Zeit und qualifizierten Fachkräften richtig geplant werden.
Zugleich sorgt sich Abtecir um fehlenden Nachwuchs. Junge Menschen seien kaum für Installationsberufe zu gewinnen, obwohl es Arbeit, Ausbildung und gute Arbeitsbedingungen gebe. Das gefährde laut Verband nicht nur die hohe aktuelle Nachfrage, sondern zeichne auch eine schwierige Zukunft für die Branche.
Themen: Bildung · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com