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Hitze auf Mallorca: UGT fordert Schutz für Behördenpersonal

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Hitze im Klassenzimmer, im Pflegeheim oder im Büro: Nach Ansicht der Gewerkschaft UGT brauchen auch Beschäftigte in Innenräumen besseren Schutz. Am Dienstag forderte sie in Palma auf Mallorca die Balearen-Regierung auf, ein gemeinsames Hitzeschutzprotokoll für ihr Personal auszuhandeln. Anlass ist ein Nein von PP und Vox zu einem Vorschlag, Palmas öffentliche Schulen zu klimatisieren.

Archivo - Tino Davia nuevo secretario de Salud Laboral y Medio Ambiente en UGT Baleares
Europa Press

Warum UGT mehr Schutz verlangt

Ein Stadtrat von Vox begründete das Nein mit einer „Kultur der Anstrengung“. Anstrengung dürfe aber keine Ausrede dafür sein, bei gesundheitsschädlicher Hitze zu arbeiten oder zu lernen, entgegnete Tino Davia, bei UGT auf den Balearen für Arbeitsschutz und Umwelt zuständig. Hitze betreffe nicht nur Menschen, die im Freien arbeiten, sondern auch Beschäftigte in Schulen, Pflegeheimen, Gesundheitszentren und Büros.

UGT verweist zudem auf Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet: Für Juni, Juli und August 2026 nennt die Gewerkschaft 61 Tage mit Hitzewellenbedingungen für Spanien und die Balearen.

Was sich am Arbeitsplatz ändern soll

Die Bildungsbehörde der Balearen hat bereits ein Protokoll für außergewöhnliche Temperaturen. Es wurde im Juni 2026 aktualisiert und gilt auch für Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal. UGT will den Schutz an die Risiken der jeweiligen Arbeitsplätze anpassen und auf alle Dienste der Balearen-Regierung ausweiten.

Für Verhandlungen mit dem öffentlichen Unternehmen Sóller 2010 hat die Gewerkschaft einen Entwurf vorbereitet. Er sieht unter anderem Trinkwasser, Erholungspausen, kühle Räume und angepasste Arbeitszeiten und Aufgaben vor. Beschäftigten soll dadurch kein Gehalt verloren gehen.

Themen: Gerichtsprozesse · Arbeitsmarkt · Bildung · Politik · Palma · Sóller

Quelle: Europa Press / Mallorca.com