Spanien: 61 Tage Hitzewelle, warmes Meer als Risiko
In Spanien fielen in diesem Jahr 61 Tage unter eine Hitzewelle – zwei von drei Sommertagen. Darauf weist Rubén del Campo, Sprecher der staatlichen Wetteragentur Aemet, vor der Klimakonferenz COP31 hin. Sie findet vom 9. bis 20. November 2026 in Antalya in der Türkei statt. Auch das warme Mittelmeer beschäftigt Fachleute: Es kann heftige Regenfälle begünstigen, wenn die Wetterbedingungen dafür passen.
Hitzewellen dauern länger
Der bisherige Höchstwert für Spanien lag bei 41 Hitzewellen-Tagen, der davor bei 29. Del Campo betont auch einen Unterschied beim Starkregen: Solche Regenfälle treten nach seinen Angaben nicht häufiger auf. Wenn sie kommen, können sie aber besonders große Mengen bringen. Anfang Oktober fielen in Teilen des Großraums Barcelona in weniger als 24 Stunden mehr als 200 Liter pro Quadratmeter.
Warum das Mittelmeer Sorgen macht
Die Meteorologin Mar Gómez verweist auf Untersuchungen zum Wärmeüberschuss der Erde. Mehr als 90 Prozent dieser zusätzlichen Wärme sammeln sich demnach in den Ozeanen. Ein wärmeres Mittelmeer fördert die Verdunstung und kann Stürmen mehr Feuchtigkeit und Energie liefern – sofern die passenden Wetterbedingungen vorliegen.
Vor der Klimakonferenz rücken auch die Treibhausgase in den Blick. Die Weltorganisation für Meteorologie meldet für 2025 neue Höchstwerte bei Kohlendioxid, Methan und Lachgas in der Atmosphäre. Zugleich beobachten Meteorologen, welche Folgen das Klimaphänomen El Niño in den kommenden Monaten hat.
Themen: Wetter · Meer & Küste
Quelle: Europa Press / Mallorca.com