Holzboote auf den Balearen: PSIB will Liegeplätze sichern
Traditionelle Holzboote sollen in den Häfen der Balearen Platz zum Anlegen und für die Wartung behalten. Dafür hat der PSIB am 1. Oktober 2026 einen Änderungsantrag zum balearischen Küstengesetz vorgelegt. Der Vorstoß greift auch Forderungen der Vereinigung traditioneller Boote von Portocolom auf.
Plätze und Unterstützung für alte Boote
Der PSIB fordert, dass die balearische Regierung, die Inselräte und die Gemeinden binnen eines Jahres ermitteln, was zum Erhalt traditioneller Boote nötig ist. Organisationen aus dem Bereich des maritimen Erbes und Nutzer sollen daran mitwirken.
Der Antrag sieht Plätze zum Anlegen, An-Land-Holen und Warten der Boote vor. Bestehende Anlagen sollen dabei Vorrang haben. Für die Vergabe von Plätzen und Unterstützung verlangt der PSIB transparente Kriterien. Besonders berücksichtigt werden sollen gemeinnützige Organisationen und Projekte, die traditionelle Boote erhalten und öffentlich zugänglich machen.
Streit um Kosten und Hafennutzung
Der PSIB kritisiert hohe Liegeplatzpreise und wirft der balearischen Regierung vor, alte Holzboote bei der Neuordnung der Häfen nicht ausreichend zu berücksichtigen. Die Sozialisten fordern die konservative Volkspartei PP auf, ihren Änderungsantrag zu unterstützen. Verbände verlangen nach Angaben des PSIB bezahlbare Sozialtarife und Bereiche, die Organisationen der traditionellen Seefahrt verwalten können.
Der Antrag geht über die Boote hinaus: Verwaltungen sollen auch nicht motorisierte Aktivitäten mit geringen ökologischen Auswirkungen fördern, darunter Rudern, Segeln mit kleinen Booten und Schwimmen im offenen Wasser. Vereinbarungen für Ausbildung und Wissensvermittlung sollen möglich sein – ohne exklusive Rechte an gemeinsam genutzten Flächen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com