Homophober Angriff in Palma: Prozess erst 2029
Im März 2025 soll ein junger Mann auf offener Straße in Palma auf Mallorca einen anderen nach homophoben Beleidigungen zu Boden getreten und weiter angegriffen haben. Der Prozess gegen den Beschuldigten ist für den 2. März 2029 angesetzt. Bei einer vorbereitenden Anhörung am Donnerstag, 29. Oktober 2026, erklärte die Vorsitzende Richterin, dass der Termin vorgezogen werden könnte, falls andere Verhandlungen ausfallen oder Plätze im Kalender frei werden.
Was laut Anklage auf der Straße geschah
Der Beschuldigte war laut Anklage mit weiteren jungen Leuten unterwegs, darunter Minderjährige. Der andere junge Mann ging mit einer Freundin durch Palma. Die Gruppe soll ihn homophob beschimpft und dabei auch sein Hello-Kitty-T-Shirt erwähnt haben.
Der Betroffene wich einer Auseinandersetzung laut Anklage aus. Trotzdem soll der Beschuldigte ihn mit einem Tritt zu Fall gebracht, dann erneut geschlagen und auf ihn eingetreten haben. Dabei soll er weitere homophobe Beleidigungen gerufen haben.
Staatsanwaltschaft fordert Haft und Entschädigung
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, den jungen Mann wegen seiner sexuellen Orientierung gezielt gedemütigt zu haben. Sie fordert ein Jahr und zwei Monate Haft wegen eines Hassdelikts. Alternativ verlangt sie ein Jahr und sechs Monate Haft wegen einer Verletzung der moralischen Integrität.
Für körperliche und seelische Schäden fordert die Staatsanwaltschaft außerdem 2.700 Euro Entschädigung.
Themen: Gerichtsprozesse · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com