Mallorcas Hoteliers fordern Tempo bei Wasserprojekten
Wasserverluste in Leitungsnetzen und der Ausbau der Versorgung stehen auf Mallorca im Mittelpunkt einer Arbeitstagung. Am 27. Oktober 2026 fordern der mallorquinische Hotelverband Federación Empresarial Hotelera de Mallorca (FEHM) und der Chemieverband Clúster de la Industria Química de Baleares (Cliqib), geplante Wasserprojekte schneller umzusetzen und dauerhaft in die Wasserversorgung zu investieren. Auch bessere Klärung und Wiederverwendung von Wasser sind Thema.
713 Millionen Euro für Projekte geplant
Nach Angaben von Joan Calafat, dem Generaldirektor für Wasserressourcen der Balearenregierung, flossen in den vergangenen zwei Jahren 322 Millionen Euro in den Wasserkreislauf. Weitere Infrastrukturprojekte im Wert von 713 Millionen Euro sind geplant. Dazu zählen der Umbau der Meerwasserentsalzungsanlage an der Bucht von Palma auf Mallorca, die Kläranlage für Can Picafort und Playa de Muro auf Mallorca sowie eine neue Versorgungsleitung zwischen Petra und Manacor auf Mallorca. Zudem treibt die Regierung drei neue Entsalzungsanlagen auf Mallorca, Menorca und Eivissa voran.
Calafat betont, strukturelle Wasserprobleme ließen sich nicht innerhalb einer Legislaturperiode lösen. Nötig seien Investitionen über mehrere Jahre und eine bessere Verwaltung der Wassernetze. FEHM-Vertreterin María Durán sieht die Wasserversorgung nicht allein als Tourismusthema, sondern als Frage für die gesamte Region.
Wasserzähler sollen Probleme früher zeigen
In Calvià auf Mallorca und elf weiteren Gemeinden im Pla auf Mallorca wurden nach Angaben von Veolia-Vertreterin Desirée Marín 36.000 fernablesbare Wasserzähler installiert. Die Technik liefert Daten zum Verbrauch und hilft, Störungen zu erkennen. Sie kann auch die Überwachung von Wasserentnahmen und Wasserqualität sowie die Steuerung der Klärung unterstützen.
Bei der Tagung fragten Teilnehmer nach dem Zeitplan geplanter Investitionen, nach Leitungen in Alcúdia auf Mallorca und nach Maßnahmen gegen Wasserverluste. Sie baten außerdem um Informationen zur Entwicklung der Wasserreserven und zu deren Zusammenhang mit einer gesicherten Versorgung.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com