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Meliá-Chef: Illegale Vermietung treibt die Überlastung

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf den Balearen stieg die Einwohnerzahl in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 30 Prozent, die Zahl der Touristen um 60 Prozent. Die Hotelkapazität legte dagegen nur um 4,3 Prozent zu. Gabriel Escarrer, Präsident und CEO von Meliá Hotels International, macht dafür vor allem die illegale Ferienvermietung mitverantwortlich.

Archivo - El presidente y CEO de Meliá, Gabriel Escarrer, durante la primera jornada del VII Foro Internacional Expansión, en el Parador de Alcalá de Henares, a 19 de mayo de 2025, en Alcalá de Henares, Madrid (España).
Europa Press

Am 25. September kritisierte der Hotelmanager in Madrid Forderungen, den Tourismus per Dekret zu begrenzen. Auch höhere Touristenabgaben seien aus seiner Sicht keine Lösung, weil sie nicht die Ursache der Überlastung träfen.

Mehr Betten außerhalb der Hotels

Escarrer verweist auf mehr als 140.000 regulierte Ferienunterkunftsplätze auf den Balearen. Dazu kämen nach seinen Angaben Tausende nicht regulierte oder illegale Plätze.

Dass die Zahl von Einwohnern und Touristen so stark wachsen konnte, erklärt der Meliá-Chef mit dem Aufkommen der Ferienvermietung. Hotels hätten ihre Kapazität im selben Zeitraum kaum ausgebaut.

Forderung nach gleichen Regeln

Escarrer fordert, das gesamte nicht regulierte Unterkunftsangebot von Vermietungsplattformen zu entfernen. Ferienvermietungen müssten denselben Regeln für Planung, Steuern und Regulierung folgen wie Hotelketten.

Statt Besucherzahlen pauschal zu begrenzen, verlangt er mehr Planung, Investitionen in öffentliche Infrastruktur und eine Steuerung der Touristenströme. Der Erfolg des Tourismus dürfe nicht allein an der Zahl der Gäste gemessen werden, sagte Escarrer.

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Quelle: Europa Press / Mallorca.com