Balearen: 5,1 Prozent Inflation, Handel unter Druck
Auf Mallorca klagt der kleine Handel über schlechte Verkäufe und steigende Ausgaben. Am Mittwoch, 14. Oktober, berieten die balearische Regierung und Vertreter von Gewerkschaften und Wirtschaft in Palma über die Inflation. Der Arbeitgeberverband CAEB beziffert sie auf 5,1 Prozent. Wirtschaftsminister Antoni Costa will die betroffenen Branchen anhören und bei Bedarf zusätzliche Hilfen vorschlagen.
Treibstoffpreise belasten die Verteiler
Tomeu Servera, Präsident des Verbands der Distributoren der Balearen, warnt vor einer wirtschaftlichen Lage, die sich „Tag für Tag“ verschlechtere. Die Preise für Waren stiegen weiter, solange die Frage der Treibstoffkosten ungelöst bleibe. Nach seiner Einschätzung könnten ausgezahlte Hilfen den Verteilern helfen, diese Kosten weniger stark weiterzugeben.
Auch im kleinen Handel wächst der Druck. Pimeco-Vizepräsident Mateu Cunill beschreibt die Verkaufslage als schlecht und verweist auf steigende Ausgaben. Er fordert Hilfen, die die Insellage berücksichtigen. Die bisherigen Handelsgutscheine der balearischen Regierung hätten aus seiner Sicht Wirkung gezeigt.
Regierung prüft weitere Hilfen
Costa will in den Gesprächen auch prüfen, wie das erste Hilfspaket der balearischen Regierung gegen die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten wirkt. Die Regierung habe es nach seinen Worten relativ schnell umgesetzt. Ob weitere Maßnahmen nötig sind, soll sich nach dem Austausch mit den betroffenen Branchen zeigen.
Der Arbeitgeberverband CAEB sorgt sich besonders um höhere Kosten für Strom und Treibstoff. Der Tourismussektor habe die wirtschaftlichen Folgen bislang teilweise abgefedert. Zugleich hält der Verband es für möglich, dass der Preisdruck im Oktober anhält und zunimmt.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com