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Zwölf Regionen stoppen Spaniens Inklusionsplan

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Spaniens strategischer Plan für inklusive Bildung ist am Freitag in Madrid mit zwölf Gegenstimmen gescheitert. Die vom Partido Popular regierten autonomen Gemeinschaften und die Kanarischen Inseln lehnten das Konzept des Ministeriums für Bildung, Berufsbildung und Sport ab. Sechs Stimmen kamen von den sozialistisch regierten Regionen, dem Baskenland und dem Ministerium.

La ministra de Educación, Formación Profesional y Deportes, Milagros Tolón (2i), durante la Conferencia Sectorial de Educación,
Europa Press

Der Plan sollte einen gemeinsamen Rahmen schaffen, damit alle Schüler unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen Zugang zu passender Bildung erhalten. Das Ministerium wollte damit ein inklusives, gerechtes und hochwertiges Bildungssystem im gesamten Land stärken.

Streit um Wahlfreiheit der Familien

Das Bildungsministerium wirft den PP-geführten Regionen eine parteipolitische Strategie vor. Staatssekretär Abelardo de la Rosa erklärte, das Nein werde die weitere Arbeit für Schüler, die besonders viel Unterstützung benötigen, nicht stoppen.

Castilla y León begründet seine Ablehnung damit, dass der Plan die Freiheit von Familien bei der Wahl der Schulform einschränken könne. Die Region fordert, dass inklusive Bildung und Förderschulen nebeneinander bestehen bleiben. Für Schüler mit hohem Spezialisierungsbedarf seien Förderschulen weiterhin wichtig – sowohl für die direkte Betreuung als auch als Referenz- und Unterstützungszentren.

31.296.070 Euro für die Berufsbildung

Einig wurden sich Ministerium und Regionen beim Geld für die Berufsbildung. Sie verteilen 31.296.070 Euro für Qualität und Ausbau der Formación Profesional, der spanischen Berufsbildung.

Das Geld soll unter anderem Wettbewerbe, nationale und internationale Aufenthalte für Schüler und Lehrkräfte sowie Innovationsprojekte zwischen Schulen und Unternehmen finanzieren. Auch die Weiterbildung von Lehrkräften und Ausbildern soll davon profitieren.

De la Rosa äußerte sich zudem besorgt über die Ergebnisse Spaniens bei PISA 2025. Die OECD-Studie zeige Verbesserungsbedarf, besonders bei der Lesekompetenz. Der Staatssekretär warnte aber vor einer apokalyptischen Sicht: PISA sei eine wichtige Vergleichsstudie, jedoch nicht die einzige Bewertung des Bildungssystems.

Themen: Bildung · Arbeitsmarkt · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com