Balearen-Parlament fordert Reform der Insel-Zulage
Beschäftigte des staatlichen öffentlichen Dienstes auf den Balearen sollen eine Insel-Zulage erhalten, die besser zu den sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen der Inseln passt. Das Balearen-Parlament hat am Mittwoch in Palma eine entsprechende Forderung an die Zentralregierung beschlossen.
Die Abgeordneten verlangen eine umfassende Reform des sogenannten Plus de insularidad, der Insel-Zulage für Staatsbedienstete. Die Verbesserung des Residenzzuschlags, die der Ministerrat bereits beschlossen hat, sei zwar ein Fortschritt. Sie ersetze aber keine grundlegende Reform für Beschäftigte, die auf den Balearen eingesetzt sind.
Zulage soll an tatsächlichen Kosten gemessen werden
Das Parlament fordert die Zentralregierung außerdem auf, zu prüfen, ob die bisherigen Beträge ausreichen. Maßstab sollen objektive und überprüfbare Indikatoren für die tatsächlichen Mehrkosten des Wohnens und Arbeitens auf den Balearen sein.
Dabei soll auch berücksichtigt werden, ob die Zulage hilft, offene Stellen zu besetzen, Personalwechsel zu verringern und Belegschaften stabil zu halten. Wenn die Entschädigung ihren Zweck nicht ausreichend erfülle, soll die Regierung die nötigen Korrekturen vornehmen.
Weitere Beschlüsse im Ausschuss
Der Ausschuss für institutionelle und allgemeine Angelegenheiten billigte zudem eine Initiative der Sozialisten gegen mögliche externe Einmischungen. Das Parlament bekräftigte dabei sein Bekenntnis zum Völkerrecht, zum Multilateralismus und zum Respekt zwischen Staaten.
Abgelehnt wurde dagegen mit den Stimmen von PP und Vox eine Initiative von Unidas Podemos zur Unterstützung der Flotilla Global Sumud. Sie hatte unter anderem soziale und juristische Hilfe für Menschen von den Balearen und ihre Familien gefordert, die an solchen Initiativen beteiligt sind.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com