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Son Llàtzer erkennt Folgen nach Intensivstation früher

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Viele Patienten verlassen die Intensivstation nicht ohne Folgen: Bei 76 Prozent der betreuten Patienten in Palma zeigten sich Beschwerden nach einer kritischen Erkrankung. Das Universitätskrankenhaus Son Llàtzer setzt deshalb auf eine spezialisierte Nachsorge nach dem Aufenthalt auf der UCI, der Intensivstation.

Son Llàtzer mejora la recuperación de los pacientes que salen de la UCI por medio de un seguimiento especializado.
Europa Press

Am 24. September stellte das Krankenhaus die erste Auswertung der Sprechstunde vor. Sie begleitet Menschen, die eine kritische Erkrankung überstanden haben, und soll Folgen möglichst früh erkennen sowie Behandlungen koordinieren.

45 Patienten in sechs Monaten begleitet

In den ersten sechs Monaten betreute die Sprechstunde 45 Patienten und führte 73 spezialisierte Konsultationen durch. Geleitet wird sie von den Ärztinnen Cati Rubert und Catalina Forteza vom Dienst für Intensivmedizin.

Die Sprechstunde untersucht Patienten mit einem Risiko für körperliche, psychische oder kognitive Folgen nach einem längeren Aufenthalt auf der Intensivstation. Das Krankenhaus nennt diese Beschwerden Post-Intensivsyndrom, auf Spanisch síndrome post-cuidados intensivos (SPCI).

Am häufigsten fanden die Fachleute Muskelschwäche, psychische Veränderungen oder kognitive Beeinträchtigungen. Bei Bedarf leitet die Sprechstunde die Behandlung ein oder überweist an weitere Spezialisten. Auch die hausärztliche Versorgung und andere Krankenhausdienste werden eingebunden.

Viele brauchen weitere medizinische Hilfe

Die Erholung endet für viele Betroffene nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Während des untersuchten Zeitraums suchten 27 Prozent der Patienten die Notaufnahme auf, 24 Prozent mussten erneut aufgenommen werden.

Die Patienten bewerteten die Sprechstunde zu 96 Prozent positiv, bei den Angehörigen lag die Zufriedenheit bei 99 Prozent. Rubert und Forteza betonen, dass dank Fortschritten in der Intensivmedizin immer mehr Menschen kritische Erkrankungen überleben. Die spezialisierte Begleitung soll ihnen helfen, mögliche Folgen früher zu behandeln und die Erholung weiter zu unterstützen.

Themen: Gesundheit

Quelle: Europa Press / Mallorca.com