Mallorca: Invasive Schlangen nun auf allen Balearen gelistet
Auf Mallorca laufen bereits Kontrollen mit Fallen gegen eingeschleppte Schlangen, besonders in Schutzgebieten und auf vorgelagerten kleinen Inseln. Am Dienstag, 27. Oktober, hat das spanische Staatsblatt Boletín Oficial del Estado eine Änderung veröffentlicht: Die Einstufung bestimmter Schlangen als invasive Arten gilt nun auf allen Balearen. Die Balearen-Regierung hatte die Ausweitung beantragt.
Bisher galt diese Einstufung für die betroffenen Schlangen auf Ibiza und Formentera. Die neue Regel soll es erleichtern, ihre Ausbreitung zwischen den Inseln zu verhindern und gegen die Tiere vorzugehen. Heimische Arten sind ausgenommen.
Mehr Kontrollen auf Mallorca
Die balearische Umweltbehörde bereitet eine eigene Kampagne gegen invasive Schlangen auf Mallorca und seinen vorgelagerten Inseln vor. Sie will die Tiere in wichtigen Schutzgebieten zurückdrängen, ihre Ausbreitung verhindern und heimische Wildtiere besser schützen.
Kontrollen, Beobachtungen und Fallen gibt es bereits. Besondere Aufmerksamkeit gilt den kleinen Inseln: Dort können eingeschleppte Schlangen Tierpopulationen gefährden, die nur in einem sehr begrenzten Gebiet vorkommen. Auf Mallorca richten sich die Maßnahmen unter anderem auf Gebiete mit Balearen-Eidechsen.
Welche Schlangen ausgenommen sind
Ob eine Schlangenart als invasiv gilt, hängt auch von der Insel ab. Die Kapuzennatter und die Vipernatter bleiben auf Mallorca und Menorca ausgenommen, weil sie dort als heimisch gelten. Die Treppennatter ist auf Menorca ebenfalls ausgenommen, auf Mallorca dagegen als invasiv eingestuft.
Auf Mallorca wurden außerdem eingeschleppte Hufeisennattern, Eidechsennattern und Gelbgrüne Zornnattern nachgewiesen. Die Behörden wollen die Bestände weiter beobachten und an Fundorten eingreifen, um ihre Ausbreitung zu begrenzen.
Themen: Natur & Tiere · Umwelt
Quelle: Europa Press / Mallorca.com