mallorca-news

Balearen: Jetskis sollen Stränden 300 Meter fernbleiben

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Vor Stränden und Buchten der Balearen sollen Jetskis nach dem Willen der Stiftung Marilles in den ersten 300 Metern vor der Küste nicht mehr fahren. Die Stiftung stellte die Forderung am Freitag, 9. Oktober, als Teil von 25 Einwänden gegen den Entwurf eines neuen Küstengesetzes vor. Das Gesetz liegt derzeit dem Parlament zur Beratung vor.

Archivo - Plano general de varios barcos en una zona de la costa de Baleares.
Europa Press

Auch in Schutzgebieten sollen Jetskis tabu sein

Marilles will Jetskis zudem aus geschützten Meeresgebieten und Schwimmkorridoren verbannen. Ein Gerät soll ihre Geschwindigkeit innerhalb der ersten Meile vor der Küste auf höchstens fünf Knoten begrenzen. Für andere Boote fordert die Stiftung dort ebenfalls eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit: fünf statt zehn Knoten.

Weniger private Nutzung der Küste

Neue Genehmigungen für die private Nutzung öffentlicher Küstenflächen sollen nach dem Vorschlag von Marilles nur noch in begründeten Ausnahmefällen möglich sein. Antragsteller müssten unter anderem nachweisen, dass ihre Nutzung dem Allgemeininteresse dient und an keinem anderen Ort möglich ist. Die Stiftung fordert außerdem, Posidonia an Stränden nicht mehr dauerhaft zu entfernen. Nur an städtischen und stadtnahen Stränden soll dies während der Badesaison erlaubt sein.

Für Menorca verlangt Marilles, zwei Artikel des Gesetzes zur Biosphärenreservats-Insel beizubehalten. Fallen sie weg, müsste der Inselrat nach Angaben der Stiftung bei der Abgrenzung öffentlicher Küstenflächen sowie bei Genehmigungen für deren Nutzung nicht mehr verpflichtend angehört werden. Ob die Forderungen Eingang in das neue Küstengesetz finden, ist offen.

Themen: Meer & Küste

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Mehr erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung