Balearen: Nur 8 Prozent der Jungen schaffen den Auszug
In Palma auf Mallorca stieg die Monatsmiete für eine Wohnung 2025 auf durchschnittlich 1.528 Euro. Für viele junge Menschen ist der Auszug damit kaum zu bezahlen. Auf den Balearen lebten in der zweiten Jahreshälfte 2025 nur 8 Prozent der 16- bis 29-Jährigen eigenständig – weniger als halb so viele wie im gleichen Zeitraum 2024. Das teilten der spanische Jugendrat und der Jugendrat der Balearen am 14. Oktober 2026 bei der Vorstellung ihres Berichts mit.
Das entspricht etwas mehr als 15.000 jungen Menschen bei insgesamt mehr als 192.000 in dieser Altersgruppe. Pau Emili Muñoz vom Jugendrat der Balearen bezeichnete den Anteil als den niedrigsten, der dort je erfasst wurde.
Mieten steigen schneller als Gehälter
Für die Miete einer ganzen Wohnung mussten junge Menschen auf den Balearen 2025 rechnerisch 124,8 Prozent ihres Gehalts aufbringen. Ein Jahr zuvor waren es rund 112 Prozent. In Palma stieg die durchschnittliche Monatsmiete im selben Zeitraum von 1.408 auf 1.528 Euro.
Das durchschnittliche Nettoeinkommen junger Menschen erhöhte sich zwar von rund 14.100 auf 14.700 Euro im Jahr. Ein Zimmer kostet inzwischen aber im Schnitt rund 500 Euro im Monat. Dafür müssten sie rechnerisch 40,8 Prozent ihres Gehalts ausgeben.
Auch der Wohnungskauf rückt in die Ferne
Eine durchschnittliche Wohnung kostete auf den Balearen 2024 rund 332.000 Euro, im Jahr darauf fast 381.000 Euro. Für die Anzahlung müsste ein junger Mensch laut dem Bericht fast acht Jahre lang sein gesamtes Gehalt sparen.
Muñoz fordert deshalb unter anderem eine Begrenzung der Mietpreise und Einschränkungen beim Wohnungskauf durch Menschen ohne Wohnsitz auf den Balearen. Es sind Vorschläge des Jugendrats, keine beschlossenen Maßnahmen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com