Tote Hühner gemeldet: Kontrolle auf Farm in Manacor
Kranke Hühner, Kadaver und Eier mit Milben: Solche Zustände melden zwei Tierschutzorganisationen auf einer Geflügelfarm in Manacor auf Mallorca. Am Dienstag, 20. Oktober 2026, kontrollierten Inspektoren der balearischen Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt den Betrieb auf dem Anwesen Maribó. Arde und Satya Animal hatten zuvor die balearische Staatsanwaltschaft und die regionale Viehzuchtabteilung über ihre Funde informiert.
Farm steht inzwischen leer
In den beiden Hallen der Farm können rund 40.000 Hühner gehalten werden. Laut Landwirtschaftsminister Joan Simonet steht der Betrieb seit vergangener Woche leer. Die Hühner wurden mit den erforderlichen Genehmigungen zu einem Schlachthof in Murcia gebracht.
Die Inspektoren prüfen nun den Zustand der Farm und die Aufnahmen der Tierschützer. Danach will die Behörde entscheiden, ob sie Verwaltungsverfahren einleitet. Betreiber Avícola Ballester bezeichnet die Vorwürfe als Teil einer orchestrierten Kampagne gegen das Unternehmen.
Salmonellenfund in einer Halle
Im August 2025 stellte die Behörde laut Simonet in einer der beiden Hallen Salmonellen fest. Anschließend erhielt der Betrieb die Erlaubnis, seine Produktion für Flüssigei zu verwenden. Der Transport der Hühner aus dieser Halle benötigte ebenfalls eine Genehmigung. Der Schlachthof in Murcia meldete nach Angaben des Ministers, dass sie ohne Zwischenfälle angekommen seien.
Der Behörde liegen laut Simonet keine Hinweise vor, dass der Salmonellenfund die Gesundheit von Verbrauchern beeinträchtigt hat. Ein weiteres Projekt von Avícola Ballester in Son Brau bei Manacor ist von der aktuellen Kontrolle getrennt: Für die geplante Farm mit bis zu 80.000 Hühnern läuft das Umweltgenehmigungsverfahren weiter.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com