Schulen auf den Balearen: UOB beklagt Druck beim Essen
Der Dienst in der Schulkantine ist für Lehrkräfte freiwillig. Trotzdem spüren sie laut der Gewerkschaft UOB moralischen Druck, ihn zu übernehmen. In einer Mitteilung vom Mittwoch, 28. Oktober, aus Palma auf Mallorca kritisiert UOB die Lage an öffentlichen Vor- und Grundschulen auf den Balearen.
Nach Darstellung der Gewerkschaft finden die Unternehmen nicht genug Personal für die Kantinen. Das neue Kantinendekret, die „Improvisation“ des Bildungsressorts und „informeller Druck“ der Schulaufsicht belasteten deshalb die Schulen. UOB spricht von Überlastung und fehlendem rechtlichem Schutz für Schulleitungen und Kollegien.
Druck auch vor dem Unterricht
Schulleitungen sollen laut UOB zudem die Betreuung vor Unterrichtsbeginn von 07.30 Uhr bis 09.00 Uhr oder außerschulische Angebote übernehmen. Die Gewerkschaft wirft dem Bildungsressort vor, dafür nicht das nötige Fachpersonal einzustellen. Öffentliche Schulen würden so auf Kosten der Gesundheit und Arbeitszeit der Lehrkräfte zu Einrichtungen, die elf Stunden am Tag Dienstleistungen anbieten.
UOB fordert Rücknahme des Dekrets
Die Gewerkschaft verlangt, das Kantinendekret sofort zurückzunehmen und den informellen Druck der Schulaufsicht zu beenden. Für die Stunden außerhalb des Unterrichts fordert sie Personal, das nicht unterrichtet.
Themen: Arbeitsmarkt · Bildung
Quelle: Europa Press / Mallorca.com