Kantinenlöhne: Proteste am 3. November in fünf Städten
Am 3. November soll der Streit um Kantinenlöhne in Madrid, Málaga, Sevilla, Valencia und Valladolid auf die Straße kommen. Die Gewerkschaften CCOO und UGT rufen dort zu Kundgebungen auf. Sie fordern die Arbeitgeber auf, die Verhandlungen über den Tarifvertrag für die Gemeinschaftsverpflegung wieder aufzunehmen.
Warum die Verhandlungen stocken
Die Gewerkschaften brachen die Gespräche mit dem Arbeitgeberverband Food Service España am 16. September ab. Zuvor hatte der Verband ihre Forderungen nach höheren Löhnen und kürzeren Arbeitszeiten abgelehnt. Der bisherige Tarifvertrag lief am 31. Dezember 2025 aus. Seitdem liegen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen auf Eis, während die Lebenshaltungskosten steigen.
Tausende Beschäftigte betroffen
In der Gemeinschaftsverpflegung bereiten Beschäftigte Essen zu, verteilen und servieren es – etwa in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Bildungseinrichtungen und Betriebskantinen. Der Tarifvertrag betrifft laut den Gewerkschaften Tausende von ihnen. CCOO kritisiert Löhne, die kaum über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen, unregelmäßige Arbeitszeiten und eine wachsende Arbeitsbelastung. Die Gewerkschaft verlangt zudem einen branchenspezifischen Mindestlohn und eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.
Themen: Arbeitsmarkt
Quelle: Europa Press / Mallorca.com