Balearen prüfen Kaufgrenzen für Zweitwohnungen
Die Balearenregierung prüft, ob sie den Kauf von Zweitwohnungen durch Nichtansässige begrenzen kann. Voraussetzung ist nach Angaben des Sprechers Antoni Costa, dass die Maßnahmen aus einem europäischen Gesetzesvorhaben effizient und wirksam sind.
Costa äußerte sich am Freitag nach der Sitzung des Consell de Govern in Palma de Mallorca. Ein Verbot für Nichtansässige sei derzeit nicht machbar. Die Europäische Kommission eröffne den Verwaltungen jedoch die Möglichkeit, eine entsprechende Regelung zu schaffen.
Noch kein Beschluss über Kaufgrenzen
Die Regierung will den von Brüssel vorgeschlagenen Text nun im Detail analysieren. Nach Aussage von Wirtschafts- und Innovationsminister Costa liegt vor dem Vorhaben noch ein langer Weg.
Ideologische Vorfestlegungen gebe es nicht, betonte der Regierungssprecher. Maßnahmen sollen geprüft und angewandt werden, wenn sie Menschen von den Balearen den Zugang zu Wohnraum erleichtern.
Verbot neuer Ferienwohnungen gilt bereits
Costa verwies darauf, dass die Balearen eine andere von Europa vorgeschlagene Maßnahme schon umgesetzt hätten: das Verbot neuer Wohnungen zur touristischen Nutzung.
Ob Kaufgrenzen für Zweitwohnungen von Nichtansässigen folgen, hängt damit von der Bewertung des europäischen Vorschlags durch die Landesregierung ab.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com