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KI im Hotel: Nicht mal 10 Prozent senken Handarbeit spürbar

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In vielen Hotels kosten manuelle Berichte weiter ein bis zwei Tage pro Woche. Dabei nutzt mehr als die Hälfte der Hotelketten und Einzelbetriebe bereits generative künstliche Intelligenz (KI) oder beschafft entsprechende Programme. Nicht einmal 10 Prozent haben damit die manuelle Arbeit um mehr als 30 Prozent verringert.

Das zeigt der am 15. September in Madrid veröffentlichte Bericht „The State of Distribution 2026“. Dafür werteten das Jonathan M. Tisch Center of Hospitality der New York University, das Reisetechnologieunternehmen RateGain und der Verband HEDNA Daten von mehr als 270 Marken und 58.000 Betrieben in 53 Ländern aus.

KI bleibt oft nur Assistenz

Zwischen der Einführung von KI und einem messbaren Ergebnis klafft laut Studie eine große Lücke. Als Gründe nennt sie fehlende Regeln für den Einsatz, Sorgen um den Datenschutz und vorsichtige Vertriebsteams.

Die Teams setzen KI demnach vor allem zur Unterstützung im Tagesgeschäft ein. Eigenständige Entscheidungen überlassen sie den Systemen meist nicht.

Online-Reisebüros buchen doppelt so viel

Fast die gesamte Branche verfügt zwar über Technik für den Direktvertrieb. Dennoch bringen Online-Reisebüros, die sogenannten OTAs, weiterhin doppelt so viele Buchungen wie die eigenen Hotelkanäle.

KI-gestützte Suchmaschinen liefern bereits messbar Direktbuchungen. Doch 55 Prozent der Betriebe haben ihre Vertriebsstrategie noch nicht auf diesen neuen Nachfragekanal ausgerichtet.

Als besonders effizient bewertet die Untersuchung mittelgroße Hotelketten. Sie können spezialisierte Technik finanzieren und bleiben zugleich beweglich genug, um eine Zersplitterung ihrer Daten zu vermeiden. Die Technologieetats steigen branchenweit, fließen aber vor allem in die Optimierung und Verbindung vorhandener Systeme statt in neue Plattformen.

Themen: Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com