Palma: Kita-Erzieherinnen fehlen 500 Euro im Monat
Den Erzieherinnen kommunaler Kitas in Palma auf Mallorca entgehen nach Angaben ihrer Kollegin Cristina Martí 500 Euro im Monat. Am 20. Oktober 2026 forderten die Oppositionsparteien PSIB, MÉS per Palma und Unidas Podemos von der Stadt Auskunft über die stockende Vergabe des Kita-Betriebs. Dafür brachten sie einen gemeinsamen Antrag für die Stadtratssitzung im Oktober ein.
Neuer Vertrag lässt auf sich warten
Betroffen sind die sogenannten Escoletes, kommunale Kitas mit indirekter Verwaltung. Laut Martí verdienen die Erzieherinnen derzeit 1.200 Euro im Monat. Vereinbarte Gehaltszulagen blieben aus; auch die im neuen Vertrag vorgesehenen Verbesserungen greifen noch nicht, weil die Vergabe nicht abgeschlossen ist.
Die Stadt musste das erste Vergabeverfahren wegen Verfahrensfehlern zweimal aufheben. Im Juni 2026 veröffentlichte sie ein neues Verfahren. Es sollte im September abgeschlossen sein, doch der Einspruch eines beteiligten Unternehmens stoppte den Prozess erneut.
Opposition fordert Auskunft und Ausgleich
Martí sagt, die Beschäftigten hätten drei Gespräche zum Stand des neuen Vertrags erbeten. Alle drei seien abgesagt worden. Zudem fehlten Vertretungskräfte und ausreichend pädagogisches Personal, beklagt die Erzieherin.
Die Oppositionsparteien verlangen regelmäßige Informationen über das Verfahren und die nächsten Schritte. Die Stadt soll den Einspruch und weitere Unterlagen veröffentlichen, soweit das rechtlich möglich ist. Außerdem soll sie prüfen, wie sie die Gehaltsverluste der Erzieherinnen seit September 2026 ausgleichen kann. Ob und wann der neue Vertrag in Kraft tritt, ist offen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com