Es Trenc auf Mallorca: PSIB warnt vor mehr Strandgeschäft
Am Strand Es Trenc auf Mallorca könnte es künftig mehr kommerzielle Angebote geben – davor warnt der PSIB. Die Sozialisten teilten am 9. Oktober 2026 mit, dass sie einen Änderungsantrag gegen den gesamten Entwurf des balearischen Küstengesetzes eingereicht haben. Sie werfen der Regierung vor, bislang öffentliche und kostenlos zugängliche Küstenflächen stärker für private Geschäfte zu öffnen.
Streit um den Zugang zur Küste
Amanda Fernàndez, Vorsitzende der Sozialisten auf Mallorca, nennt Es Trenc als Beispiel: Der Strand könnte ihrer Ansicht nach durch zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten gefährdet werden. Sie kritisiert, dass der Entwurf bestehende Geschäfte an der Küste erhalten, neue ermöglichen und bisher illegale Aktivitäten legalisieren solle.
Nach Darstellung des PSIB verankert der Entwurf den öffentlichen Zugang zur Küste nicht so, wie es das staatliche Küstenrecht vorsieht. Die Partei hält ein balearisches Küstengesetz grundsätzlich für nötig: Die Regionalregierung ist seit 2023 für die Küste zuständig, hat nach Angaben des PSIB aber noch kein entsprechendes Gesetz.
Auch Seegras und Inselpläne sind umstritten
Der Änderungsantrag greift Beiträge der Naturschutzorganisationen GOB und Fundació Marilles auf. Der PSIB kritisiert unter anderem, dass der Entwurf die Entfernung von Posidonia-Seegras ohne ausreichende Begründung oder Bedingungen beschleunige und Kontrollen vorab verringere.
Zudem will die Partei die Entscheidungsmacht der Inselräte über ihre Küstenpläne erhalten. Nach ihrer Darstellung könnten unter dem Regierungsentwurf auch Vorhaben von Liegestuhl- und Strandbarverbänden Vorrang vor diesen Plänen bekommen.
Themen: Meer & Küste · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com