Kulturgelder auf Mallorca: Insellage soll zählen
Bei staatlichen Hilfen für Kulturerbe soll Mallorcas Insellage zählen. Das fordert ein Ausschuss des Balearen-Parlaments, der am Donnerstag, 22. Oktober, in Palma einen Antrag der PP angenommen hat. Die spanische Zentralregierung soll zudem offenlegen, nach welchen Kriterien sie Projekte und Einrichtungen für direkt vergebene Zuschüsse auswählt.
Der Ausschuss verlangt einen Bericht darüber, wie viel Geld an welche autonome Gemeinschaft, welche Einrichtung und welches Projekt fließt – aufgeschlüsselt nach Jahren. Bei Hilfen für die Erhaltung, Restaurierung und Vermittlung von Kulturerbe soll die Regierung die Insellage berücksichtigen. Auch die kulturelle Bedeutung, der Zustand und die Dringlichkeit eines Projekts sollen bei der Vergabe eine Rolle spielen. Der Antrag fordert außerdem eine Abstimmung mit den Regionen und Gemeinden sowie Fördermöglichkeiten gegen mögliche regionale Ungleichgewichte. Alle Fraktionen unterstützten ihn, nur MÉS per Mallorca und Més per Menorca enthielten sich.
Im selben Ausschuss ging es auch um Haushaltshilfen: Die Fraktionen fordern einstimmig, den Rückgang legaler Beschäftigung in Privathaushalten und irreguläre Arbeit zu untersuchen. Einfachere Verfahren sollen legale Verträge fördern. Weitere finanzielle und steuerliche Erleichterungen für Familien verlangten PP und Vox; die übrigen Fraktionen enthielten sich.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com