Balearen: Streit um Legalisierung von Landhäusern
Häuser auf dem Land legalisieren und später verkaufen: Dieser Vorwurf sorgt am Dienstag, 13. Oktober, in Palma auf Mallorca für Streit. Im balearischen Parlament verteidigt Wohnungsminister José Luis Mateo die Legalisierung von Häusern auf ländlichem Grund, dem sogenannten suelo rústico. Die sozialistische Abgeordnete Mercedes Garrido hält dagegen: Auch Eigentümer mit Wohnsitz in Nordeuropa könnten so ihre Chalets legalisieren und anschließend verkaufen.
Mateo bestreitet, dass die Regelung neue Möglichkeiten für Spekulation schafft oder den Kauf von Wohnraum erleichtert. Sie solle Menschen helfen, die seit Jahren in rechtlicher Unsicherheit leben. Neue Häuser oder Siedlungen auf ländlichem Grund wolle die Regierung damit nicht schaffen.
Auch Ferran Rosa von MÉS per Mallorca kritisiert die Wohnungspolitik der Regierung. Er fordert, Spekulation einzudämmen und die Mieten auf den Balearen zu begrenzen. Mateo lehnt eine Mietpreisbegrenzung ab: Solche Eingriffe müssten verhältnismäßig und befristet sein und dürften erst nach anderen Maßnahmen folgen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com