8.376 Menschen auf den Balearen bekommen Lebensmittelkarten
Für 7.228 Menschen auf Mallorca erleichtert eine Lebensmittelkarte den Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Am 20. September meldet die Landesregierung der Balearen insgesamt 8.376 Begünstigte auf den Inseln. Die Karten gehen über Cruz Roja Española, das Spanische Rote Kreuz, an Familien in schwierigen Lebenslagen.
Die 8.376 Menschen gehören zu 2.503 Familien. Auf Menorca nutzen 892 Menschen aus 191 Familien die Hilfe, auf Eivissa sind es 256 Menschen aus 85 Familien.
Karten gelten bei drei Supermarktketten
Das Programm für grundlegende materielle Hilfe läuft von 2025 bis 2028 und wird aus dem Europäischen Sozialfonds Plus finanziert. Die Landesregierung hat Cruz Roja Española die Verwaltung für 12,7 Millionen Euro übertragen.
Eine Bedingung für die Lebensmittelkarten: In den Familien müssen Minderjährige leben. Mit den Karten lassen sich Lebensmittel, Hygieneartikel und weitere Produkte der grundlegenden materiellen Hilfe kaufen. Auf den Balearen gelten sie bei Alcampo, Carrefour und Eroski. Die Nutzer wählen selbst, bei welcher der drei Ketten sie einkaufen.
Rotes Kreuz begleitet die Familien
Cruz Roja Española führt bei der Übergabe der Karte ein Gespräch und einige Monate später einen weiteren Termin zur Begleitung durch. Dabei informiert die Organisation über weitere Hilfsangebote, vermittelt bei Bedarf und bietet unter anderem psychologische und emotionale Unterstützung, Weiterbildung und Hilfe bei der beruflichen Eingliederung.
Für Menschen, die keine minderjährigen Kinder versorgen und deshalb keine Lebensmittelkarte erhalten können, fördert die Landesregierung andere Lebensmittelhilfen. Seit Dezember 2023 flossen dafür nach Angaben des Ministeriums knapp sechs Millionen Euro in Projekte von Organisationen, die Lebensmittel verteilen oder soziale Kantinen betreiben.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com