Lehrer-Frührente ab 60: ANPE will sie für alle
Mit 60 in Rente gehen: An öffentlichen Schulen in Spanien steht diese Möglichkeit bislang nur Beamten offen, die vor 2011 in den Staatsdienst eintraten und dem Versorgungssystem Clases Pasivas angehören. Die Gewerkschaft ANPE fordert am Freitag, 16. Oktober 2026, von der Zentralregierung, die freiwillige Frührente auf alle Lehrkräfte an öffentlichen Schulen auszuweiten. Voraussetzung sollen 30 Dienstjahre sein – unabhängig davon, in welches System die Lehrkräfte einzahlen.
Warum ANPE eine Änderung fordert
Wer später in den Staatsdienst eintrat, gehört zum allgemeinen Sozialversicherungssystem. Für diese Lehrkräfte erreicht das reguläre Rentenalter 2027 die Grenze von 67 Jahren. Mit genügend Beitragsjahren können sie weiterhin mit 65 in Rente gehen. Ohne eine Gesetzesänderung werde die Frührente mit 60 im öffentlichen Schuldienst nach und nach verschwinden, warnt ANPE.
Die Gewerkschaft verweist auf die tägliche Arbeit mit Schülern, komplexer werdende Klassen und die Verantwortung im Unterricht. Das belaste Lehrkräfte nach Jahrzehnten im Beruf körperlich und emotional. ANPE fordert auch, frühere Anreize für die Frührente wiederherzustellen.
Fünf Unterrichtsstunden weniger als Alternative
ANPE schlägt ein flexibles Modell vor: 65 Jahre sollen das reguläre Rentenalter bleiben, wer möchte, soll bis 70 weiterarbeiten können. Zugleich soll die freiwillige Frührente mit 60 nach 30 Dienstjahren allen Lehrkräften an öffentlichen Schulen offenstehen.
Falls diese Frührente nicht zurückkommt, fordert ANPE auf regionaler Ebene eine Alternative für Lehrkräfte über 60: fünf Unterrichtsstunden weniger pro Woche. Die Gewerkschaft will die Regelungen im künftigen Statut für Lehrkräfte im öffentlichen Dienst verankern, drängt aber schon vorher auf eine Gesetzesänderung.
Themen: Bildung · Arbeitsmarkt
Quelle: Europa Press / Mallorca.com