Frührente für Lkw-Fahrer: CCOO droht mit Protesten
Für Lkw- und Busfahrer in Spanien stockt der Weg in die Frührente. Die Gewerkschaft CCOO fordert am 16. Oktober in Madrid, dass die zuständige Kommission sofort zusammentritt. Sonst schließt sie Proteste nicht aus.
Berichte liegen vor, Kommission tagt nicht
CCOO, die Gewerkschaft UGT und große Arbeitgeberverbände hatten im Oktober 2025 gemeinsam Anträge für Berufskraftfahrer gestellt. Dabei geht es um sogenannte Reduktionskoeffizienten, die eine vorgezogene Rente ermöglichen sollen. Nach Angaben von CCOO hat die Generaldirektion für die Ordnung der Sozialversicherung die Anträge nicht weiterbearbeitet und die Bewertungskommission nicht einberufen.
Die Berichte zu Sterblichkeit und Erkrankungen von Beschäftigten im Güterverkehr und in Reisebussen verzögerten sich zunächst, weil die statistische Grundlage schwer festzulegen war. Inzwischen liegen laut CCOO auch die erforderlichen Berichte des Nationalen Instituts für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und der Arbeitsinspektion vor. Für den Straßengüterverkehr hätte die Kommission nach Darstellung der Gewerkschaft seit dem 27. Juli zusammentreten und binnen eines Monats einen Bericht vorlegen müssen.
Gewerkschaft warnt vor Stillstand nach der Wahl
CCOO befürchtet, dass die Anträge vor der Parlamentswahl am 29. November nicht mehr entschieden werden. Nach Angaben der Gewerkschaft würden dann die Verantwortlichen der Generaldirektion und der Kommission ihre Ämter verlassen. Sollte die Regierung die Verfahren bis nach der Wahl auf Eis legen, kündigt CCOO Widerstand aus dem gesamten Sektor an.
Themen: Arbeitsmarkt
Quelle: Europa Press / Mallorca.com