Mallorca: Lehrkräfte fordern 2 Prozent Lohnplus von 2020
Lehrkräfte an staatlich geförderten Privatschulen auf Mallorca warten nach Angaben der Gewerkschaft UGT weiter auf 2 Prozent Lohnplus aus dem Jahr 2020. UGT Servicios Públicos de Baleares hat deshalb am Dienstag, 3. November, ein Schlichtungsverfahren bei der Schieds- und Schlichtungsstelle der Balearen (Tamib) eingeleitet. Bleibt eine Einigung aus, will die Gewerkschaft vor Gericht ziehen.
Vereinbarung sah Zahlung für 2026 vor
Eine Vereinbarung vom 15. April sah laut UGT vor, dass die Lehrkräfte das ausstehende Geld zu denselben Bedingungen wie im öffentlichen Bildungswesen erhalten. Die Zahlung sollte im zweiten oder dritten Quartal 2026 erfolgen. Lehrkräfte an öffentlichen Schulen bekamen die 2 Prozent nach Angaben der Gewerkschaft am 29. Juni; das Personal der geförderten Privatschulen sei dagegen ausgeschlossen worden.
UGT hatte sich deswegen bereits am 3. August an das Bildungsministerium der Balearen gewandt. Eine Antwort auf die Forderung blieb laut Gewerkschaft aus. Streit gibt es auch über die Begründung: Die Verwaltung argumentiere, das Gehalt der Betroffenen sei nicht gekürzt worden – die Erhöhung sei lediglich ausgeblieben. Für UGT ändert das nichts daran, dass die Lehrkräfte weniger Geld erhielten, als ihnen zustehe.
Schlichtungstermin in Palma
Die Schlichtungsstelle hat den Termin für den 24. November um 11.00 Uhr an ihrem Sitz in Palma angesetzt. Eingeladen sind das Bildungsministerium der Balearen, Arbeitgeberverbände und weitere Gewerkschaften.
UGT fordert die Nachzahlung samt Zinsen. Kommt bei dem Termin keine Einigung zustande, will die Gewerkschaft vor dem Obersten Gerichtshof der Balearen ein Verfahren für die betroffenen Lehrkräfte auf Mallorca, Menorca, Eivissa und Formentera anstrengen.
Themen: Arbeitsmarkt · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com