Mallorca: Frauen werfen Polizei nach Festnahme Druck vor
Fünf Immobilienbüros in Santa Maria auf Mallorca wurden beschädigt. Zwei junge Frauen stehen im Verdacht, daran beteiligt gewesen zu sein. Am Dienstag, 27. Oktober, warfen sie der Guardia Civil vor einem Gericht in Palma vor, sie bei ihrer Festnahme zu einem Geständnis gedrängt zu haben.
Vorwürfe nach der Festnahme
Die Guardia Civil nahm die beiden Frauen am 15. Juli nach mehreren Anzeigen fest. Gegen sie wird wegen Sachbeschädigung und eines Delikts gegen das historische Erbe ermittelt. Nach der Festnahme machten sie weder bei der Guardia Civil noch vor Gericht Angaben und kamen anschließend frei. Nun sagten sie auf eigenen Wunsch vor Gericht aus.
Anwalt stellt Vorgehen infrage
Ihr Anwalt Josep de Luis sagt, die Frauen hätten nach der Festnahme nicht ungestört mit einem Anwalt sprechen können. Das Gespräch habe über ein Telefon mit eingeschaltetem Lautsprecher in Anwesenheit von Beamten stattgefunden. Außerdem hätten die Beamten sie zur Herausgabe von Kleidungsstücken gedrängt und andernfalls mit Hausdurchsuchungen oder einer längeren Festnahme gedroht.
Der Anwalt hält es für möglich, dass Verstöße gegen ihre Rechte das polizeiliche Vorgehen entkräften und zur Einstellung des Verfahrens führen. Er stellt auch Aufnahmen von Sicherheitskameras infrage: Diese zeigten seiner Darstellung nach nicht nur die Fassaden der Immobilienbüros, sondern große Teile der Straße.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com